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Candidate Personas im Recruiting

Social Media ist dann erfolgreich, wenn es die Zielgruppe berührt und zu den veröffentlichten Inhalten Gespräche entstehen. Personas helfen, die Zielgruppe zu verstehen und relevante Themen zum richtigen Zeitpunkt auf den passenden Plattformen zu posten.

Was sind Candidate Personas?

 In allen Branchen fehlt Personal. Bewerber können sich deshalb aussuchen, wohin sie gehen. Firmen müssen gleichzeitig massiv in Zeit und Aufwand investieren, um interessante Kandidaten zu finden. Mit Candidate Personas gibt es ein Tool, das dieses Problem löst. Die Suche wird einfacher, die Ansprache gelingt überzeugender und der Bewerbungsprozess läuft für beide Seiten erfolgreicher.

Das Konzept der Personas kommt aus dem Marketing. Das Ziel ist, Zielgruppenvertreter zu konkretisieren, um ein besseres Verständnis über sie zu erlangen und Werbeaktivitäten passgenau erstellen zu können. Und was für das Marketing funktioniert, das funktioniert beim Employer Branding ebenso.

Praxis-Beispiel Tim Meyer:

  • Name: Tim Meyer
  • Alter: 27
  • Familienstand: ledig
  • Beruf: IT-Architekt
  • Hobbies: Bergsteigen
  • Persönlichkeit: introvertiert
  • Medienpräferenz: traditionelle Werbung
  • Erwartungen: Work-Life-Balance
  • Wünsche: berufliche Entscheidungsfreiheit
  • Ziele: Klimaschutz am Arbeitsplatz
  • Abneigungen: Micro-Management

Wenn Sie mit diesen und ähnlichen Kriterien ein Bewerber-Profil erstellen, können HR-Abteilungen viel besser verstehen, mit welchen Texten in welchem Medium und welchen Benefits man geeignete Kandidaten erfolgreich anspricht. 

So erstellen Sie Candidate Personas 

Was beinhalten Candidate Personas?

 Zu den wichtigsten Daten gehören:

  • Name und Foto: Wie sieht der passende Kandidat aus? Welchen Namen hat er/sie?
  • Persönliche Daten: Hierzu zählen beispielsweise Alter, Familienstand, Beruf sowie Hobbys
  • Persönlichkeit: Ist jemand eher zurückhaltend oder extrovertiert?
  • Medienpräferenz: In welcher Weise sollte der Kandidat am besten angesprochen werden? Welche Medien werden bevorzugt? Welche Botschaften werden gut ankommen?
  • Erwartungen: Welche Wünsche hat der Bewerber an die Firma?
  • Ziele: Welche Ziele verfolgt der Bewerber bei seiner Karriere?
  • Abneigungen: Was sollten Führungskräfte möglichst vermeiden?

Woher kommen die Daten?

Die Daten basieren auf verschiedenen Quellen. Für Candidate Personas können Sie Daten aus repräsentativen Studien heranziehen, oder anonymisierte Daten aus bereits eingegangenen Bewerbungen oder von Kandidaten, mit denen Sie bereits erfolgreich Stellen besetzt haben. Zusätzlich können eigene qualitativ orientierte Erhebungen hilfreich sein, beispielsweise offene und/oder strukturierte Interviews mit Zielgruppenvertretern. Schrittweise kristallisiert sich ein Bild von Bewerbern heraus, das dann in datenbasierten Persona-Sedcards auf den Punkt gebracht wird.

Was kann man in der Praxis mit den Daten machen?

In Zeiten von Fachkräftemangel sollten Stellenanzeigen ganz besonders sorgfältig gestaltet sein. Mit Standard-Floskeln oder Business Buzzwords lockt man niemanden hinter dem Ofen hervor. Jobsuchende und Bewerber wollen sich direkt in Stellenanzeigen wiederfinden, sie wollen mit ihren Wünschen und Erwartungen verstanden werden. All dies können Sie mit Candidate Personas leisten – und noch viel mehr. Schauen wir auf das Beispiel Tim Meyer. Wir wissen, welche Wünsche, Ziele und Medienpräferenzen er hat. Mit diesen Daten können Sie eine Stellenanzeige in konkret passenden Medien platzieren – also abseits von Stellenbörsen, etwa auf Social Media oder in Blogs. Und Sie können eine Stellenbeschreibung genau so formulieren, dass sie Tim bzw. die Zielgruppe anspricht. Und damit erhöhen sich die Chancen nicht nur für Awareness oder Consideration, sondern für Preference und Action. Oder anders formuliert: Der Zielgruppenvertreter bewirbt sich.

Durchstarten mit Active Recruiting 

Mit den Persona-Daten bzw. den Sedcards können Sie direkt mit Active Recruiting durchstarten. Das bedeutet: Auf digitalen Plattformen wie LinkedIn, Xing sowie auch Instagram oder Researchgate können Sie genau nach solchen Profilen suchen, die ideal zu ihren datenbasierten Candidate-Personas passen. Schauen wir auf das Praxis-Beispiel Tim Meyer: Er ist auf Xing unterwegs und zweifellos findet man über die Suchfunktion sehr ähnliche Profile, die in gleicher Weise Ziele und Wünsche teilen. Auch können Sie zunächst gröber bei der Suche vorangehen, um dann auf der Basis der Xing-Aktivitäten der einzelnen Profile zu erkennen, welche Person der Idealvorstellung von Tim Meyer besonders nahekommt.

Die Top 5 Praxiserkenntnisse

  1. Mit Candidate Personas sparen Sie Zeit und Aufwand.
  2. Dank datenbasierter Personas finden Sie passende Bewerber anhand konkreter Kriterien.
  3. Mit perfekt auf die Kandidaten abgestimmten Tone-of-Voice im richtigen Medienkanal sprechen sie sie erfolgreich an.
  4. Durch gezielte Aktivitäten ist Ihr Targeting besser als das vom Wettbewerb.
  5. Fachkräftemangel? Active Recruiting mit Candidate Personas!

 

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